Radio per Smartphone?
Die Medienwelt ist im permanenten Umbruch, zeit- und ortssouveräne
Nutzung ist das Schlagwort. Gewiss wird auch in zehn Jahren noch die
Mehrheit der Zuschauer und -hörer mit linearen Angeboten erreicht
werden. Dennoch ist unstrittig: Der Umgang mit neuartigen
Rezeptions- und Produktionsweisen steigt stetig.
Seminarinhalte
Im Mittelpunkt der Entwicklung der nächsten Jahre werden
Smartphones stehen. Dem Namen nach Telefone sind sie jedoch
multimediale Computer für die Hosentasche. Ausgestattet mit
Internetzugang über WLAN/UMTS/EDGE, ortskundig mittels GPS, aufnahme-
und wiedergabefähig für Ton und Bild bieten sie sich schon heute als
Universalgeräte an.
Klassischer Medienkonsum ist möglich über teilweise eingebaute
UKW-/DVB-Empfänger. Darüberhinaus sind die Geräte ideal für Podcast,
Livestream und persönliches MP3-Archiv. Eigens für Mobilnutzung
eingerichtete Portale bei Youtube sowie ARD/ZDF erlauben auch
unterwegs den Zugriff auf Demo-Berichterstattung oder Tagessschau;
Dienste wie Twitter gehören schon fast zu den "Klassikern", über
Augmented-Reality-Anwendungen lassen sich Inhalte spielerisch mit
dem aktuellen Aufenthaltsort verknüpfen.
Aber auch als Produktionsgeräte sind Smartphones durchaus geeignet:
Sie sind stets mit analogen Audioeingängen ausgestattet, via
Bluetooth kann aber auch Equipment beliebiger Qualität digital
angebunden werden.
Spezielle Apps erlauben es, linear oder in einstellbarer Qualität
datenreduziert aufzuzeichnen. Die Versendung ins Studio kann als
Datei-Upload oder als Live-Stream via SIP-Verbindung (Audio-over-IP)
realisiert werden.
Im Workshop werden die Geräte gegenübergestellt,
Arbeitsweisen und Perspektiven diskutiert sowie praktische
Anwendungs-Szenarien mit den entsprechenden Apps getestet.
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